On the occasion of the 20th edition of the event Cantine Aperte in Friuli, which gives the opportunity to tourists to visit some of the many wineries in the region, on Sunday 27th May 2012, Polje …
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Der Ortsname Valdobbiadene stammt vom Wort Duplavilis ab und wurde erstmals von S. Venanzio Fortunato als sein Geburtsort genannt.
Gegen Ende des 11. Jahrhunderts übergab Kaiser Heinrich der V. einige Lehen an adelige Krieger, welche sich in der Gegend um Treviso niedergelassen hatten. Im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts regierten mehrere Gutsbesitzer über das Gebiet: die Familien Carraresi, Ezzelino da Romano, Da Camino und die Gemeinde von Treviso. Später, im Jahre 1391, wurde die gesamte Gegend von der Republik Venedig (“Serenissima”) unterworfen, welche in dieser relativ friedlichen Zeit die eigenen Gesetze einführte, Feudalprivilegien abschaffte sowie dem Bauwesen, der Landwirtschaft und dem Produktionsgewerbe neue Impulse verlieh.
Zur Zeit der Republik Venedig wurden hier von den venezianischen Patriziern und reichen Händlern der “Serenissima” wunderschöne Villen gebaut, welche als Wohnsitz oder auch nur als Ferienhäuser der adeligen Familien aus Treviso oder Venedig dienten. Diese Familien führten außerdem neue Tätigkeiten in den Werkstätten zur Verarbeitung von Baumwolle, Wolle und später auch Seide ein.
Die ersten Weinanbauten sind wahrscheinlich auf das 1. Jahrhundert v. Chr., zur Zeit der römischen Herrschaft über Ceneda, zurückzuführen, während der Anbau von Proseccoreben seit zumindest dreihundert Jahren belegt ist.
Historiker behaupten, dass der heutige Prosecco vom alten Pucinun abstammt, einem von den Römern sehr geschätzten Wein, welcher in der Gegend des Triester Karstes hergestellt wurde. Wahrscheinlich im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde diese Rebsorte, auch mit dem Namen Glera bezeichnet, in die Gegend von Conegliano und Valdobbiadene gebracht, welche sich als ideale Umgebung für diese Rebsorte erwies. Der hier produzierte Wein war noch besser als jener aus der Ursprungsgegend. Im Laufe der Zeit erlebte diese Rebsorte eine weite Verbreitung, wobei dies zur Einschränkung der Produktion aus den alten Rebsorten Verdiso, Perera, Bianchetta, Boschera, u.s.w. führte.
Dank der beträchtlichen Investitionen in Technologie und Kultur, sowie dank den Studien seitens der Professoren der Weinbauschule und des Versuchsinstituts für Weinbau von Conegliano wurde der Prosecco seit der Hälfte des vorigen Jahrhunderts zu einem hochwertigen, weltweit gefragten Weißwein.
Valdobbiadene rühmt sich seit einigen Jahren der Bezeichnung “Stadt des Weins” und ist Sitz der Sektmesse “Mostra Nazionale dello Spumante” – heute “Forum Spumanti d´Italia” genannt.
Der Prosecco von Conegliano und Valdobbiadene zählt zu den D.O.C.G-Weinen, wobei diese Bezeichnung am 1. April 2010 in Kraft getreten ist. Dies bedeutet, dass dieser Wein nur in der Gegend um Treviso, insbesondere im Hügelgebiet zwischen Vittorio Veneto und Valdobbiadene, hergestellt werden kann.
Der Prosecco-Wein wird hauptsächlich in drei Sorten hergestellt: “tranquillo” (stiller Wein), “frizzante” (spritziger Wein) und “spumante” (Schaumwein).
IZur Herstellung von schäumenden Weinen wird am häufigsten die Charmat-Methode (auch Marinotti-Methode genannt) angewandt. Dadurch werden die Sorten Brut, Extra Dry und Dry hergestellt, welche sich je nach vorhandener Zuckerkonzentration nach der Gärung unterscheiden.